Quietschi-Guide


Der Quietschi-Guide soll allen Interessierten und neuen Bewohnern einen einfachen Einzug ins Wohnheim ermöglichen. Los geht’s:

1. Das Wohnheim

Der Passauer Studentenwohnheims-Komplex in der Donauschwabenstraße besteht aus 6 Häusern mit 242 Einzelzimmern und wurde 1994 in Betrieb genommen. Er liegt in einem ruhigem Wohngebiet etwa 4 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

1.1 Die Gebäude

Die sechs dreigeschossigen Gebäude des Komplexes grupieren sich um einen zentralen Innenhof zu dessen Seite jeweils die Haupteingänge liegen. Das Erscheinungsbild der Häuser prägen die aneinander gereihten Fenster der Zimmer, die runden Fenster der Gemeinschaftsküchen und die ungewöhnliche Dachkonstruktion unter der die Galleriezimmer liegen.

Die Gebäude teilen sich in mehrere, verschiedene Wohngemeinschaften auf. Dabei gibt es drei verschiedene Typen: Wohngemeinschaften mit insgesamt acht Bewohnern, Wohngemeinschaften mit drei Bewohnern und Wohngemeinschaften mit zwei Bewohnern. Alle Wohngemeinschaften haben eine eigene Küche.

1.2 Die Ausstattung

Das Wohnheim verfügt über eine geräumige Tiefgarage (Stellplätze in der Tiefgarage und im Freien können über das Studentenwerk angemietet werden), einen Kneipenkeller, einen Waschraum, einen Fernseh- und Gemeinschaftsraum, ein schallgedämmtes Musikzimmer und einen Fitnessraum. Außerdem findet sich im Innenhof eine Tischtennisplatte und ein Grill mit Bierbänken zur freien – aber geregelten – Benutzung.

2. Die Zimmer

Die mit 12 Quadratmeter ausreichend großen Zimmer sind an einen Vorraum angeschlossen, der weiteren Platz bietet. Dieser Vorraum mit Bad und Platz für Gaderobe und Vorräten wird entweder mit einem direktem Mitbewohner (in Achter- und Zweier-Wohngemeinschaften) oder mit zwei Mitbewohnern (in Dreier-Wohngemeinschaften) geteilt. In Zweier- und Dreier-Wohngemeinschaften beinhaltet der Vorraum auch die Küche, die allerdings kleiner und spärlicher ausgestattet ist, als die Küchen der Achter-Wohngemeinschaften.

Galeriezimmer verfügen über weiteren Platz über dem Vorraum, der über eine Leiter zu erreichen ist. Dieser Platz wird meist für ein eigenes extra Bett verwendet und das eigentliche Bett kann so zu einer Sofa-Sitzgelegenheit umfunktioniert werden.

2.1 Die Grundausstattung

Bei Bezug sind die Zimmer mit einem Bettrahmen inklusive Matratze (90cm x 200cm) und Rollkästen unter dem Bett, einem großen Kleiderschrank einem Schreibtisch, einem Stuhl, einem Rollcontainer, einer Wand-Gaderobe, einer Pinnwand, Gardinen und einer Regalkonstruktion ausgestattet. Die Wände sind weiß, der Boden glatt. Die Zimmer verfügen über zwei Fenster, Erdgeschosszimmer haben eine Terassentür.

Alle Zimmer sind zudem noch mit einem schnellem Internetanschluss direkt mit der Universität verbunden. Ein Telefonanschluss für eigene DSL-Verbindungen und Telefon ist vorhanden, muss aber bei der Telekom für viel Geld freigeschaltet werden und lohnt sich kaum zu Benutzen. Ein Kabelanschluss ist ebenfalls vorhanden.

2.2 Unbedingt mitbringen

Es empfiehlt sich bereits beim Einzug einige Dinge, die das Leben im Wohnheim angenehmer gestalten können, im Gepäck zu haben. Dazu zählen ein bequemer Schreibtischstuhl, eine Nachtkonsole mit einer Lampe, eine Schreibtischlampe, eine Stehlampe für angenehmes Licht, einen Teppich (dies gilt ganz besonders für die Erdgeschosszimmer in den Häusern 14, 16 und 18, da diese über der Tiefgarage liegen), einen weiteren Mülleimer, Kleiderbügel, einen Wäscheständer, ein oder zwei Dreifachsteckdosen, eine Topfpflanze, eigenes Geschirr, ein oder zwei Töpfe, eine Pfanne, jede Menge Deko, Bilder, Poster und persönliche Gegenstände.

Wer einen Computer oder einen Laptop mitbringt, der sollte unbedingt ein LAN-Kabel dabei haben um diesen mit dem Internet verbinden zu können. Wer zwei PCs, Laptops oder einen Drucker mit Netzwerkanschluss mitbringt braucht ein Switch-Gerät um mehrere Geräte anschließen zu können, da nur eine Anschluss-Buchse verfügbar ist. W-Lan ist nicht verfügbar.

Wer einen Fernseher mitbringt, der sollte eine kleine Kommode (zB. Malm von Ikea) im Gepäck haben um den Fernseher auch irgendwo hinstellen zu können.

3. Die Wohnheimskultur

Das Leben im Wohnheim lebt erst durch seine Mitbewohner. So sind die Tutoren und der Heimrat ständig dabei, die Bewohner zusammen zubringen und für eine ausgelassene und heitere Stimmung zu sorgen.

3.1 Der Kneipenkeller

Traditionell ist die Kneipe im Keller des Haus 14 immer Mittwoch Abend geöffnet und bietet genug Platz für jede Menge Party. Die Getränkepreise sind an das Studentenbudget angepasst und so lohnt es sich kaum, den Mittwoch Abend außerhalb des Wohnheims zu verbringen.

Nicht verpassen sollten alle neu eingezogenen Bewohner die Wohnheimsführung am ersten Kneipenabend im Semester und das Quietschi-Frühstück am ersten Wochenende im Semester. So lassen sich schnell und einfach neue Leute kennen lernen und man bekommt einen guten Überblick über das Wohnheim geboten.

Auch das Donauschwaben-sucht-den-Kleinkunst-Star (DSSDKKS) hat sich mittlerweile zu einer Tradition geformt. Einmal pro Semester können gewillte in der Kneipe Ihre Kunsttücke und Talente zum Besten geben. Danach wird bis in die Morgenstunden gefeiert.

3.2 Die Tutoren

Das Programm im Wohnheim gestalten hauptsächlich zwei Tutoren, die durch ein Dutzend engagierten Bewohnern im Heimrat unterstützt werden. Die Tutoren stehen außerdem bei Fragen und Problemen zur Verfügung und sollten immer die erste Anlaufstelle bei eventuellen Beschwerden sein. Die aktuellen Tutoren werden über Aushänge in den Gebäuden bekannt gegeben.

3.3 Der Heimrat

Auch der Heimrat gestaltet das Leben im Wohnheim maßgeblich mit, schenkt am Kneipenabend aus und organisiert die Motto-Partys. Zum Heimrat gehören auch die Netzwerkbetreuer, die bei Fragen und Problemen mit dem Internetanschluss oder allgemeinen Computerproblemen zur Hilfe gebeten werden können.

4. Tips & Tricks

4.1 Die Busverbindungen

Das Wohnheim ist generell über die beiden Busverbindungen 5/6 und 8/9 zu erreichen. Die nur 100 Meter entfernt gelegene Haltestelle der Linie 5/6 fährt auf schnellstem Wege ins Stadtzentrum und benötigt etwa 15 Minuten. Auf dieser Linie lassen sich nach kurzer Fahrt auch die am nächstgelegenen Einkaufsmöglichkeiten erreichen. Die Linie 8/9, deren Haltestelle etwa 300 Meter entfernt liegt, fährt dagegen direkt zur Uni und weiter in die Innenstadt.

Grundsätzlich lohnt sich der Kauf einer Studenten-Monatskarte für aktuell 25€. Diese Karte gilt Montag bis Samstag bis jeweils 18 Uhr und nur auf dem Weg von Uni zum Wohnort oder zurück. Für einen Netzzuschlag von nur 4,50€ mehr lässt sich diese Karte auch nach 18 Uhr und am Wochenende nutzen. Eine einfache Fahrt kostet 1,50€.

4.2 Einkaufen in der Nähe

Günstige Einkaufsmöglichkeiten bieten die 5 Minuten (Buslinie Linie 5/6)entfernten Discounter Lidl und Aldi. Wer mehr Auswahl benötigt, der läuft oder radelt zum Kaufland, der neben dem Messepark Kohlbruck liegt. Ein Fußmarsch dorthin dauert etwa 20 Minuten. Es empfiehlt sich also ein Ausflug mit dem Auto oder Fahrrad. Auch nicht allzu weit entfernt liegt ein großer Real,- Supermarkt.

Einrichtungsgegenstände und Möbel lassen sich bei Hiendl erwerben. Wer Technik benötigt, der kann einen Abstecher zum Media-Markt machen. Die neue Stadtgalerie in der Innenstadt bietet viele Einkaufsmöglichkeiten für Schuhe, Mode usw.

4.3 Telefonieren und Internet

Den vorhandenen Festnetzanschluss freischalten zu lassen kostet nicht nur ordentlich Geld, sondern lohnt sich schon Aufgrund der Vertragsbindung nicht. Zu empfehlen sind die Homezone-Angebote von O2 oder ähnliche Angebote von anderen Anbietern. Wer seine Homezone geschickt platziert (aktuell zB. Söldenpeterweg 33), der hat sowohl im Wohnheim, wie auch in der Uni und in der Stadt ausreichend Empfang und kann so äußerst günstig oder gar umsonst (je nach Tarif) telefonieren.

Das kostenlos bereitgestellte Internet im Wohneim ist zwar sehr schnell, aber leider auch eingeschränkt. So lässt sich zwar die Protokolle Http(s) (WWW) und FTP (kein Upload) verwenden, allerdings funktionieren bei Pop3- oder Imap-Email-Konten leider keine Mailclients. So müssen Emails über einen Webmailer abgerufen werden. Die Verwendung des Internetanschlusses setzt die Installiation einer VPN-Zugangssoftware voraus. Eine Anleitung zur Installiation findet sich hier.

Leider funktionieren auch keine P2P-Programme und Programme, die andere als die genannten Protokolle verwenden. Hierzu zählen zB. Google Earth oder Poker-Software. Die Benutzungsordnung des Rechenzentrums ist natürlich zu beachten.

4.4 Welches Zimmer habe ich?

Wer ein Zimmer im Wohnheim durch das Studentenwerk zugeteilt bekommt, der steht zunächst vor einer kryptischen Zimmernummer. Diese lässt sich mit Hilfe des folgenden Beispiels entschlüsseln:

Zimmernummer: 746-16-00-15-0

Bedeutung: uninteressant-Hausnummer-Stockwerk-Zimmer-uninteressant

In diesem Fall befindet sich das Zimmer mit der Nummer 15 im Erdgeschoss des Hauses Nr 16. Zimmer im Erdgeschoss der Häuser 14, 16 und 18 liegen über der Tiefgarage, zur nördlichen Seite und haben eine Terassentür.

4.5 Erst- oder Zweitwohnsitz

Da zur Zeit in Passau keine Zweitwohnsitzsteuer erhoben wird, ist eine schnelle und reibungslose Anmeldung eines Zweitwohnsitzes nicht nur die günstigere, sondern auch die einfachere Variante. Das bedeutet kein Ausweis-Aktualisieren, keine Adressänderungen bei Versicherungen und Behörden und keinen Ärger mit der GEZ – zumindest vorerst nicht.